Home Impressum FAQ


  • MAD

    Der MAD ist dem Verteidigungsministerium unterstellt. Sein Budget betrug 1995 etwa 125 Millionen Mark.

  • MAD, Aufgaben

    Aufgaben des MAD sind:
    -personelle Sicherheitsüberprüfungen in der Bw
    -Aufklärung von Spionage und Zersetzung in der Bw, insoweit sie noch nicht die eigentliche Strafverfolgung berührt (Vorfeld)
    -Unterstützung bei vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen in der Bw.

    Gesetzliche Grundlage ist das Gesetz über den Militärischen Abschirmdienst vom 20.12.1990.

  • MAGNUM

    SIGINT-Satellit (USA).

  • MASINT

    Measurement and Signature Intelligence. Sammlung von technisch erzeugten Daten, die ein bestimmtes Ereignis chrakterisieren, z.B. eine Nuklearexplosion.

    Vorteil von MASINT ist, daß es zeitgerecht ist, Nachteil ist, daß eine Logistik der Geräte zur Aufnahme der Daten nötig ist.

  • Material, nicht-offenes

    Nicht-offenes Material ist im Unterschied zum offenen Material schwerer zu erlangen. Nicht-offenes Material muss aber nicht geheim sein, wie das Beispiel vom Abhören von kommerziellen Kommunikationssatelliten zeigt. Grundsätze bei der Beschaffung von nicht-offenem Material sind Kapazitätsfragen und verbundenens Risiko.

  • Material, offenes

    Offenes Material (Gegensatz: nicht-offenes Material) ist einfach zugänglich (öffentlich) und leicht zu erschließen. Nützlich sind:

    Adreßbücher
    Fahrpläne
    Handbücher
    Landkarten
    Postkarten
    Reisehandbücher
    Rundfunk, Fernsehen
    technische Literatur
    Telephonbücher
    Zeitungen
    Zeitschriften

    Bestehen Informationslücken, muss auf nicht-offenes Material zurückgegriffen werden.




  • Meldekopf

    Stelle, an der Meldungen aufgenommen und weitergeleitet werden.

  • Meldevorrangstufen

    Bw-AMT: Informationen werden mit unterschiedlicher Priorität (Meldegeschwindigkeit) weitergegeben.
    Folgendes militärisches Schema wird angewandt:

    M=zurückstellbar
    R=gewöhnlich
    P=dringend
    O=Ausnahme (sofort)
    Y=Gefahr (Not)
    Z=Blitz

  • Meldeweg

    Verbindungslinie, über die beschaffte Informationen an die Führungsstelle gelangen.

  • Menwith Hill

    GB, bei Harrogate. Feldstation der NSA. Bearbeitet 250 klassifizierte Projekte. Organisatorisch eingeteilt in drei Direktorate (OP, CP, EP)
    Zuständig unter anderem für den Nahen Osten. Es werden dort Hebreisch, Arabisch, Farsi sowie europäische Sprachen gesprochen. Weiterhin wird dort seit 1994 das Projekt "RUTLEY" bearbeitet, einem Netz von SIGINT-Satelliten.

  • Mikrat

    auch Microdot (Micropunkt) genannt. Geheime Nachrichten werden mit Hilfe von Fotoapparaten so verkeinert (1:50 bis 1:300), daß der Film nur noch die Größe eines i-Punktes hat. Diese Mikrate können dann z.B. auf Briefpapier geklebt und versandt werden.

  • Mikropunkt

    siehe: Mikrat

  • Militärattache

    Militärattaches sind oft als Nachrichtendienstoffiziere tätig, auf jeden Fall gehen ihre Berichte an die eigenen Militärnachrichtendienste.

  • Miniatursender

    Die Forderungen an einen Miniatursender sind
    -kleine physikalische Maße
    -lange Lebensdauer durch geringen Stromverbrauch oder Versorgung durch das Stromnetz
    -schwer zu detektieren (z.B. durch Aufspürgeräte)
    -hohe Sprachempfindlichkeit
    -große Reichweite
    -sendet nur, wenn unbedingt nötig, wird gewährleistet durch Akustikschalter, der den Sender anschaltet, wenn gesprochen wird oder durch die Verwendung einer Zeitschaltuhr

    Moderne Miniatursender haben Briefmarkengröße und sind in SMD-Technik gefertigt. Eine Knopfzelle reicht für die Stromversorgung von einem Monat. Das Mikrophon ist das gleiche, daß in Hörgeräten verwendet wird. Die Sendefrequenz ist quarzstabilisiert. Meist wird eine höchstmögliche Frequenz gewählt, um nicht detektiert zu werden. Der Sender ist nicht mehr analog, sondern digital. Eine Sprachsteuerung vermindert die Sendezeiten.

  • Misawa

    Japan. Satellitenabhörstation.

  • Mitarbeiter, Anforderungsprofil

    Folgende Anforderungen werden an Mitarbeiter gestellt:

    -Loyalität zu Staat und Gesellschaft
    -persönliche Kampf- und Einsatzbereitschaft
    -Bereitschaft und Fähigkeit, Konspiration und Geheimhaltung sowie die innere Sicherheit des Nachrichtendienstes zu gewährleisten.
    -Lebenserfahrung
    -positive chakterlich-moralische Entwicklung
    -fachliche Bildung
    -Fähigkeiten zur Durchführung operativer Tätigkeiten
    -gute physische und psychische Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit

  • Morwenstow

    Cornwall, England. Antennenanlage (30 Meter) für das Abhören von COMSAT ILC. Ziel ist Intelsat (Atlantischer Ozean).

  • Mossad

    Institut für Nachrichtenwesen und besondere Aufgaben. israelischer Auslandsnachrichtendienst. Vorläuferorganisation gegründet am 30. Juni 1948, entgültige Gründung am 1. September 1951. Die Agenten des Mossad stammten am Beginn aus den (wilden) zionistischen Geheimorganisationen und oft auch aus den (durch klassische Methodik und Organisation geprägten) britischen militärischen Nachrichtendiensttruppenteilen. Die Leiter werden regulär für 5 Jahre vom Premierminister bestellt.

    Aufgrund der besonderen Lage Israels, das von Millionen feindliche gesinnten Arabern eingeschlossen ist, gelten die Mitarbeiter des Mossad als sehr pflichtbewußt.

  • Mossad le Aiyah Bet

    Institut für illegale Immigration. Zionistische Organisation, die mit Hilfe von Schiffen und falschen Pässen tausende von jüdischen Flüchtlingen nach Palestina schmuggelten. Eine Vorläuferorganisation des israelischen Mossad.

  • Mossad, Adolf Eichmann

    1960 wurde der Nazi Adolf Eichmann, einer der Organisatoren der Judenverfolgung, von dem Mossad aus Argentinien nach Israel entführt und nach einem öffentlichen Prozess hingerichtet. Die Zahl der eingesetzten Agenten war zwölf. Es wurden in Argentinien sechs Häuser angemietet. Eichmann wurde gefangenengenommen, mit Narkosemitteln halb betäubt und in ein El Al-Flugzeug verbracht. Sollte der argentische Zoll Zweifel an der "Krankheit" von Eichman haben, war ein medizinisches Gutachten gefälscht worden, daß dann präsentiert worden wäre.

  • Mossad, Agent Eli Cohen

    Cohen sprach perfekt arabisch, da er in Alexandria aufgewachsen war. Er wurde von Israel zur Tarnung nach Lateinamerika entsandt, um von dort aus zu seinem Einsatzziel, Syrien, zu gelangen. In Syrien konnte er Kontakt zu hochstehenden und einflußreichen Kreisen knüpfen. Er lieferte wichtige militärische Geheimnisse, so über neue Stellungen auf den Golanhöhen. Er wurde 1965 durch die russische Funkpeilung entdeckt und dann nach einem Prozess hingerichtet.

  • Mossad, Agent Wolfgang Lotz

    Der Israeli Lotz sprach fehlerfreies Deutsch und hatte beim britischen Militär während des WK II Erfahrungen mit dem deutschen Afrikacorps, da er Kriegsgefangene verhörte. Lotz wurde deshalb mit der Abdeckung eines nationalsozialistisch eingestellten ehemaligen Soldaten des deutschen Afrikacorps nach Ägypten entsandt, mit dem Operationsziel, deutsche Raketenwissenschaftler, die sich dort zu Fortführung ihrer Arbeit niedergelassen hatten, auszuforschen. Er konnte dort viele Informationen über das ägyptische Militär und die Raketenentwicklung sammeln. Enttarnt wurde er duch die ägyptischen Funkpeilung, die mit nicht vor langer Zeit von Russland gelieferten Geräten arbeitete. Er wurde 1965 verurteilt und dann ausgetauscht.

  • Mossad, Beschaffung MIG-21

    Um eine MIG-21 zu beschaffen, wurde ein irakischer Luftwaffenpilot 1966 gegen eine hohe Bestechungssumme und dem vorherigen Außerlandesbringen seiner ganzen Familie davon überzeugt, ein solches Flugzeug über Zypern nach Israel zu fliegen.

  • Mossad, Diaspora

    Die veröffentlichten Aussagen zu der Bereitschaft des Mossad, Agenten aus der jüdischen Diaspora anzuwerben, sind sehr wiedersprüchlich. Einerseits wird es vermieden, solche Anzuwerben, da bei Enttarnung die übrige Diaspora z.B. durch Pogrome gefährdet ist. Auch werden Angehörige der Diaspora durch die feindliche Spionageabwehr besonders verdächtigt. Andererseits ist die Diaspora ein verlockender Fundus loyaler und mit Ortskenntnissen ausgestatteter Mitarbeiter. Es ist zu vermuten, daß Angehörige der Diapora hauptsächlich für Hilfsaufgaben genutzt werden, so z.B. für das Zurverfügungstellen von konspirativen Wohungen, Transportgelegenheiten usw.

  • Mossad, Direktoren

    1952-63 Isser Harel
    1963-68 Meir Amit
    1968-74 Zvi Zamir
    1974-82 Yitzak Hofi
    1982-89 Nahum Admoni

  • Mossad, Grundausbildung

    Die Ausbildung beinhaltet:
    -Selbstverteidigung
    -Gebrauch von Handfeuerwaffen
    -Kodierungen
    -Überwachungsstrategien.
    -Fremdsprachen
    -soziale Umgangsformen des Einsatzlandes.

    Besonderer Wert wird auf das Gedächtnistraining gelegt.
    Moralische Maßstäbe werden besonders kultiviert.

  • Mossad, Irakischer Kernreaktor

    1979 lagerte die französiche Firma CNIM in La Seyne (nahe Toulon) in einem Lagerhaus wichtige Teile des irakischen Kernreaktors Osiris bzw. Tamuz ein. Israelischen Agenten versuchten in einer Nacht- und Nebenaktion diese Teile abzutransportieren, was ihnen aber nicht gelang. So wurden die Teile durch Sprengung vor Ort zerstört.

    1981 wurde der fast fertige Reaktor von der israelischen Luftwaffe mit einem Überraschungsangriff zerstört.

  • Mossad, Leiter

    1951-52 Reuven Schiloah
    1952-63 Isser Harel
    1963-68 Meir Amit
    1968-74 Zwi Zamir
    1974-82 Yitzhak Hofi
    1982-89 Nahum Admoni

  • Mossad, Olympiaattentat

    1972 überfiel ein Kommando des Schwarzen Septembers das olympische Dorf in München und nahm neun israelische Sportler als Geiseln. Diese neuen Geiseln kamen in der Folge bei einer Befreiungsaktion der Polizei ums Leben. Golda Meir gab den Befehl an den Mossad, alle Geiselnehmer (besonders deren Einsatzleiter, Ali Hassan Salameh) zu finden und zu töten, was dann auch geschah. Dabei wurde in Norwegen aufgrund einer Verwechslung ein Unschuldiger erschossen und in Beirut bei einem Bombenanschlag mehrere Passanten getötet.

  • Mossad, Operation Suzanna

    1954 entschloss sind die britische Regierung, ihre Truppen aus Ägypten abzuziehen. Um dies zu verhindern, wurde in Israel die Operation Suzanna ersonnen. Ziel war es, durch Terrortaten gegen britische und amerikanische Ziele in Ägypten die Briten zum Bleiben zu zwingen, da die Briten glauben sollten, der Terrorismus sei von den Ägyptern ausgegangen. Es wurden Agenten vor Ort eingesetzt und Bomben gelegt. Da die Agenten nicht richtig abgeschottet waren, wurde durch die Enttarnung eines Einzelnen fast alle anderen (an die 10 Personen) verhaftet.

  • Mossad, Typus der Mitarbeiter

    Geworben wird vorzugweise nach folgenden Kriterien:
    -Intelligenz
    -durchschnittliches und unauffälliges Aussehen
    -Talentiertheit
    -breitgefächerte Interessen
    -Zähigkeit und innerer Halt
    -praktischer Intellekt
    -Fremdsprachenkenntnisse (besonders Arabisch).
    Vorbildliches Verhalten beim Militärdienst und eine Sozialisierung in einem Kibbuz sind von Vorteil.


  • Mossad, Umaro Dikko

    1984 wurde Umaro Dikko, der ehemalige korrupte Minister für Transportwesen von Nigeria, auf offener Straße in London von Agenten des Mossad entführt und zum Flughafen gebracht. Kurz darauf wurden auf dem Flugplatz in einem Flugzeug der Nigerian Airways zwei große Kisten gefunden, die als nigerianisches Diplomatengepäck gekennzeichnet waren. Sie wurden in Anwesenheit eines nigerianischen Diplomaten geöffnet, und zum Vorschein kamen der Entführte und drei israelische Agenten. Die Agenten wurden zu 10 bis 14 Jahre Haft verurteilt. Auftraggeber der Entführung war die nigerianische Regierung.

  • Muchabarat

    Nachrichtendienst (Ägypten).

  • Musandam

    Oman. Satellitenabhörstation der USA.